Rezension: 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

Wie ich zu dem Buch gekommen bin:
Das Buch habe ich letztes Jahr zu Weihnachten bekommen – ich bin froh um mein Lesetagebuch, denn ich habe mir gedacht, dass das schon wieder viel länger bei mir rumsubbt, dieses kleine Schätzchen. Auf mein Lesetagebuch ist eben immer Verlass! Und das erste Mal gelesen habe ich von diesem Buch in einer Rezension.

 

Erster Satz:

Noch 17 Tage

Es begann an dem Tag, an dem sie verschwinden wollte.

 

Zusatzinformationen:
Autorin: Karolin KolbeReihe:
Preis: 9,99€/10,30€
Verlag: Planet Girl
Genre: Jugendbuch

ISBN: 978-3-522-50452-2

 

Klappentext:

Jetzt hat Line sich entschieden – morgen ist der Tag, an dem sie verschwinden wird! Raus aus ihrem alten Leben, weg von den Problemen mit ihrem Vater!

Noch einen letzten Brief verfasst sie und versteckt ihn am Flussufer. Dass dieser Brief gefunden wird, daran hätte Line niemals geglaubt.
Doch der Finder schreibt ihr zurück – berührt von ihren Worten.
Es entwickelt sich eine zarte Brieffreundschaft – und nie hätte Line gedacht, wer sich hinter diesen gefühlvollen Zeilen verbirgt…

Inhalt:

Line hat genug von ihrem bisherigen Leben – vom cholerischen Vater, vor dem auch ihre Mutter und Schwester Angst haben – vom Mobbing in der Schule, und so beschließt sie abzuhauen – nur noch einen letzten Brief schreibt sie, und rechnet nicht damit, dass tatsächlich jemand den liest – doch ein Junge entdeckt tatsächlich den „Abschiedsbrief“ und antwortet sogar darauf – der Beginn einer zarten Brieffreundschaft.
Dieser jemand ist aber nicht der „Shining Knight in Armor“, nein, auch er hat mit ein paar kraftraubenden Dingen zu kämpfen, wie man im Laufe des Buches erfährt. Seine Schwester und er verbindet ein Band, das mich sehr beeindruckt hat.

 

Bewertung:

Idee: Die Idee finde ich sehr gut, einmal etwas neues, das ist auch immer wieder schön. Wie die Autorin auf die Idee gekommen ist, all diese unterschiedlichen wichtigen Themen zu einem Plot zu verarbeiten würde ich gerne einmal wissen – es sind Themen, die mir sehr wichtig sind.

Umsetzung: Die Umsetzung hat mir gefallen – ach was sage ich – super war sie! Es waren vielleicht ein oder zwei Sachen vorhersehbar, aber gestört hat mich das nicht. Es blieb alles realistisch, nicht überzeichnet und ich LIEBE die Umsetzung einfach so sehr. Dieses Buch hat einen großartigen Plot!

Figuren: Nun bleibt bei 17 Tagen natürlich nicht viel Zeit, den Charakteren viel Tiefe zu verleihen, aber ich finde, sie haben dennoch nicht zu wenig davon. Vor allem unsere beiden Briefeschreiber lernt man gut kennen, und Line hat es mir angetan!
Ich will sie einfach beschützen!
Sie ist so gekränkt und kämpft mit ihrer Umgebung um ein Auskommen und dennoch hat sie ihre Eigenheiten (die wir Bibliophilen sehr mögen 🙂 ), die sie NICHT ablegt.
Und das allerbeste ist die Entwicklung, die unser Schreiberpaar hinlegt, vor allem aber Line!

Plot-Entwicklung: Manche mögen sagen das Ende sei vorhersehbar – für mich überhaupt nicht. Ich verfalle schon wieder ins Schwärmen, aber ich finde die Plot-Entwicklung einfach spitze. Es blieb alles schön realistisch, nichts überstürzt und dennoch war von der ersten bis zur letzten Seite Bewegung drinn.
Ich finde es so schön, weil in dieser Geschichte etwas wunderbares passiert – es findet Heilung statt, es ist eine richtig transformative Geschichte.
Ich denke jetzt viel öfter an die Probleme, die die Charaktere beschäftigen. Und das ist nur diesem Buch zu verdanken!

Tempo: Wer hier einen Action-Thriller sucht den muss ich enttäuschen. Es geht in diesem Buch nicht besonders temporeich zu, aber dennoch geschieht eine Menge für die kurze Zeit.
Ich finde es perfekt!

Lesen: Dieses Buch hat nur 186 Seiten und ist daher grundsätzlich eher ein kleiner Happen für zwischendurch. Genau so habe ich ihn auch gelesen, diesen kleinen Schatz, und dabei entdeckt, dass er sich perfekt als Schullektüre machen würde.
Und diesmal hat der Klappentext gehalten, was er versprochen hat.

LEST DIESES BUCH!

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